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    VW CMO Jochen Sengpiehl – von der Fahrgestellnummer zum Kunden

    Jochen Sengpiehl, Chief Marketing Officer der Marke Volkswagen stellt den Mensch in den Mittelpunkt. Unter dem Oberthema „New Volkswagen“ treibt der CMO die Neuausrichtung der Marke voran. Aktuell befindet sich VW hier in der zweiten Phase, die das Thema Elektromobilität in den Mittelpunkt stellt. 

    Auf der Ebene des Marketing und der Kommunikation steht VW dabei wie alle Hersteller mit Ausnahme von Tesla vor einer gewaltigen Herausforderung; denn in der Vergangenheit hatten die Hersteller nahezu keine eigene digitale Kundenbeziehung. Fahrzeuge wurden produziert und über die Händlerorganisation ausgeliefert. Dem lag ein Denken und Handeln auf der Ebene der Fahrgestellnummer zugrunde.

    Nun aber führt auch VW in den Fahrzeugen sukzessive ein digitales Betriebssystem ein, welches eine Verbindung von Fahrzeug und Kunde (oder Fahrer) ermöglicht. 

    Auf der Ebene der Kommunikation wird parallel ein digitales Ecosystem aufgebaut, das eine Ansprache der Kunden auf digitalen und personalisierungsfähigen Kanälen ermöglicht. Bis hin zu einem Shopssystem. Im einzelnen wird dies zu einer datengetriebenen Kundenkommunikation führen, das zu einem einheitlichen Markenerlebnis auf Basis einer Kunden ID führen. So kann jedem Kunden der für ihn passende Content auf allen digitalen Kanälen ausgespielt werden, wie z.B. einer personalisierten Webseite.

    Mit dieser Veränderung ist auch ein weiterer Shift im Budget verbunden, VW wird zukünftig 50% des Mediabudgets von 1,4 Mrd EUR (global) für digitale Kommunikation ausgeben. Dahinter steht auch ein das Ziel, die Mediaspendings effizienter da zielgenauer auszugeben. VW versteht sich hier selbst dann als „Brand Publisher“, der auf Basis des Nutzungsverhaltens den Content Mix in einem Content Hub aussteuert und so analog zu einem Medienhaus mit einem zentralen Newsroom arbeitet. 

    Warum und woran scheitern so viele CRM Strategien?

    Bjoern Sjut ist Gründer von Finc3 und ein angesehener Experte für CRM in Deutschland. Im Gespräch sprechen wir über Stolpersteine bei der Entwicklung und Umsetzung von CRM Strategien. Denn oft werden CRM Projekte von der falschen Stelle angegangen. Gerade bei Corporates wird oft von der Software aus geplant mit der Folge, dass zu viel Ressourcen und Budget für Technik verwendet werden und Projekte so zu groß und zu teuer werden.


    Bjoern plädiert dafür, ein CRM Projekt nicht von der Systemfrage anzugehen. Denn der kritische Erfolgsfaktor ist fast nie die Software, sondern das know how und die personellen Ressourcen im Unternehmen, um ein System zu konfigurieren und zu bedienen.
    Auch das Bestreben nach einer Automatisierung von Anfang an sieht Bjoern als Fehler an. Das Programmieren einer API verzögert das Projekt und kostet Geld; der manuelle Austausch von Daten via Excel ist zu Beginn die bessere Lösung, um einen schlanken Prototyp zum Laufen zu bringen.

    Bei den Marketingverantwortlichen sieht Bjoern dabei für die Zukunft eine größere Verantwortung darin Technologie zu verstehen, um so im Dialog mit der IT zu funktionierenden Lösungen zu kommen.


    Im Gespräch gibt Bjoern auch Empfehlungen für kleinere und schnellere Softwarelösungen jenseits der großen Lösungen von SAP oder Salesforce. 

    Mieten statt Besitzen – kommt nun das Spotify für Hardware?

    So wie Spotify die Musikindustrie auf den Kopf gestellt hat, will nur Grover den Markt für Unterhaltungselektronik verändert. Im Futurebiz Podcast sprechen wir mit dem Gründer und CEO Michael Cassau, einem ehemaligen Investmentbanker bei Goldman Sachs und von 2014 bis 2015 bei Rocket Internet für die internationale Verbreitung verantwortlich über seine Vision und Expansionspläne.


    Grover bietet Unterhaltungselektronik (Smartphones, Laptops, Drohnen, Kameras etc.) in einem monatlichen Mietmodell an und zielt damit auf „Käufer“, die stets aktuelle Geräte haben möchten, aber eben nicht mehr kaufen müssen. Aus Käufern werden so Mieter. Dabei ist es Grover u.a. gelungen, Vertriebspartnerschaften mit Mediamarkt und Saturn einzugehen. 

    In einem „Asset Light“ Modell finanziert Grover die Geräte über Banken, die das Eigentum an den Geräten halten. 






    Welche Prognosen die größte Agentur für Influencer Marketing austellt

    Die zu Gruner & Jahr / Bertelsmann gehörende Agenturgruppe Territory ist aktuell mit der Unit Territory Influencer die größte Influencer Agentur in Deutschland. In 2019 hatte Territory Influencer zudem die Inreach Konferenz für Influencer in Berlin fortgeführt. 

    Für uns Anlaß zu diesem Podcast Gespräch mit Marius Darschin, einer der Köpfe hinter Territory Influencer und im Führungskreis von Territory.
    Im Gespräch schildert Marius aus der Perspektive einer der größten Agenturen in Deutschland, welchen Stellenwert Influencer Marketing einnimmt und welche Zukunftsperspektiven er für Influencer sieht. 

    Marc Nissen von LinkedIn über die Digitale Transformation im Hr & Recruiting

    Marc Oliver Nissen LinkedIn ist Teil des Teams Talent Solutions bei LinkedIn
     
    Zu Beginn unseres Gesprächs im Futurebiz schildert Marc, warum auch in 2019 in vielen Personalabteilungen das sog. „Post & Pray“ immer noch die gängige Praxis ist.
     
    Im Zuge der Transformation des Arbeitsmarktes geht es aber immer weniger um die Suche nach dem „aktiv suchenden Kandidaten“. Dies werde zunehmend ersetzt durch die Suche nach dem „passiven Kandidaten“, der selbst gar nicht aktiv sucht.
     
    Nach Einschätzung von Marc ist der Weg zum digitalen HR gekennzeichnet durch
     
           Talentfindung sollte Chefsache sein
           Mach Deinen Erfolg messbar: Welche Kanäle haben im Recruiting funktionieren und die Bedeutung von KPIs
           Arbeitgebermarke ernst nehmen: Definiere, wofür die AG Marke steht
           Plattformen nutzen: Informationen sammeln, welcher Kandidatenpool auf mich anspricht und reagiert (Datensammlung). Z.B. wer interagiert mit dem Arbeitgeber oder den Mitarbeitern des Arbeitgebers